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Cultural landscapes as a feature of sustainable and resilient design

mit: Nuno Martin, Architekt, Universität Lissabon

Datum: 21.06.2018

Ort: Raum F 005 (Blaue Grotte), Herrenhäuser Str. 2

Beginn: 18:00 Uhr

 

The cultural landscape concept has historically refused the urban-rural dichotomy, due to its dual essence, which incorporates natural and entropic influences. Moreover, the renewed cultural landscapes, especially those revitalized through heritages, natural or cultural parks, succefully integrate sustainable patterns and somehow, risk mitigation strategies usually connected to landscape resilience policies. The CLs play a crucial role in the construction of place and community. Therefore, its pro-active preservation is critical. In this sense resilience has becoming increasingly important for the CL as much as for cities.

In this lecture we’ll be looking at the new territorial culture perceived as a mixed one i.e. permeable to rural and urban ideas and practices. This new culture is expressed by changing landscapes and these are shaped by a new economy of resources. The ongoing experience of the re-evaluation of cultural landscapes highlights a renewed physical dimension of the territory based on a sustainable management of resources (energy, water, land, and building materials). It also emphasizes new social and cultural drivers for sustainability and resilience. As a case study it will be presented the Mondego River Heritage Park Project, in the centre region of Portugal.

Download Flyer

"Landschaften ausräumen - Wenn auf dem Land die Natur verschwindet", 19. April 2018, 19.30

©Foto: Ádám Tomkó, Mező - Field, flickr, CC BY-NC-ND 2.0

mit

Stefan Klein (Wissenschaftsautor, Berlin)

Inken Christoph-Schulz (Agrarforscherin, Thünen-Institut Braunschweig)

Hansjörg Küster (Institut für Geobotanik, Leibniz Universität Hannover)

Ort:   Bahlsensaal (F 303),Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover,Welfengarten 1, 30167 Hannover,Stadtbahnen 4/5 bis Leibniz Universität

Abendkasse: 4 EUR oder 0 EUR unter 25

In Kooperation mit dem Technik Salon

Flyer zur Veranstaltung

So kann's einem gehen: Man zieht aus der Großstadt raus auf's Land, um der Natur näher zu sein, und muss dann zusehen, wie diese Natur verschwindet. Stefan Klein schildert so eine Erfahrung. Der bekannte Wissenschaftsautor (»Die Glücksformel«) hatte nördlich von Berlin ein Idyll für sich und die Familie gefunden, mit Wiesen voller Insekten, Himmeln voller Vögel, Tümpeln voller Frösche und einer Natur zum Umarmen, "das reinste Bullerbü", wie die Besucher sagten. Schon der Kinder wegen schien das Glück perfekt.

Doch binnen weniger Jahre hat sich dort in der Uckermark eine menschengemachte Ödnis ausgebreitet. Monokulturen prägen das Bild auf den Feldern, Riesenmaschinen das der Straßen, und was von weitem immer noch grün und natürlich aussieht, ist bei näherer Betrachtung eine nahezu sterile, von allem Überflüssigen getilgte, hochgezüchtete Biomasse.

Stefan Klein schlägt jetzt Alarm: Was man vielfach aus den Medien kennt – Verlust der Biodiversität, Insektensterben, Übernutzung und Ausdünnung der Natur – für ihn ist es real greifbar geworden: Hier draußen geht die Natur vor die Hunde.

Hansjörg Küster hat ein intensives Verhältnis zur Landschaft: Sie ist für ihn Naturerbe und Kulturgut. Als Geobotaniker untersucht und beschreibt er die vielfältigen Ausprägungen von Natur und Landschaft, einschlägig etwa in seiner »Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa«.

Küster begreift Landschaft stets im Spannungsfeld von Natur und Kultur. Pure Natur wäre Wildnis – pure Unnatur ganz sicher Ödnis. Landschaft ist in unterschiedlichen Graden gezähmte, kultivierte Natur und ist vielfach kulturell verankert: Landschaften haben spezifische Charaktere, Qualitäten und Bedeutungen und ihre Intaktheit liegt uns am Herzen, je mehr sie für uns Heimat und Hort sind.

Lassen sich die starken landschaftlichen Eingriffe durch industrielle Landwirtschaft und regenerative Energieerzeugung noch wertneutral als Wandel beschreiben, oder sieht auch Hansjörg Küster die Substanz von Natur und Landschaft auf dem Spiel stehen?

Inken Christoph-Schulz ist Spezialistin für Agrarkontroversen. Am Johann Heinrich von Thünen-Institut, der Bundesforschungsanstalt für Ländliche Räume, Wald und Fischerei in Braunschweig erforscht sie Einstellungen von Bürgerinnen und Bürgern zu landwirtschaftlichen Themen, etwa der Biogaserzeugung oder der Nutztierhaltung. Dabei entdeckt sie häufig eine Kluft zwischen städtischen und ländlichen Milieus: In der Stadt wird die Landwirtschaft kritischer wahrgenommen als auf dem Land. Viele Städter wünschten sich die ländlichen Räume als ein Gegenbild zur modernen Industriegesellschaft.

Und die Menschen auf dem Land: In wieweit teilen sie dieses Leitbild? Immerhin geht es bei Ihnen um die Heimat. Aber haben Landwirte angesichts diverser Sachzwänge noch einen Sinn für Idylle? Kann man sie als Naturschützer und Landschaftspfleger in die Pflicht nehmen? Oder empfinden sie solche Anforderungen als Fremdbestimmung und Gedöns? Wie entwickeln sich ländliche Räume im Spannungsfeld von Naturschutz, Tourismus, Agrar- und Energiewirtschaft? Bleibt das Land der Ort, wo die Natur zuhause ist?