Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: TRUST - Transdisciplinary | rural and urban | spatial transformation
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: TRUST - Transdisciplinary | rural and urban | spatial transformation
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Informationen zu dem Cluster Raum- und Siedlungsstrukturen

© Foto Eneas de Troya, Bloques infinitos, flickr, CC BY 2.0

Hintergrund und Ziele

Stadt und Land als (Unterscheidungs-)Kategorien räumlicher Planung und Gestaltung verlieren zunehmend an Trennschärfe. Es konstituieren sich Stadt-Land-Verflechtungsräume als spezifische räumliche Strukturen aus Überlagerungen von Siedlungen, Freiräumen und Infrastrukturen. Weiterhin prägen sozio-ökonomische Muster und kulturelle Faktoren zwischen individuellen Lebensformen und neuer Gemeinschaftsbildung diese raumstrukturellen Verflechtungen. Trotz dieser Hybridisierungsprozesse auf der materiellen und diskursiven Ebene, wird in raumrelevanten Politiken und Förderinstrumenten noch immer von der Trennung zwischen Stadt und Land ausgegangen.

Ziel des Clusters ist, eine neue Systematik der Raum- und Siedlungsstrukturen zu erarbeiten. Dabei werden, vor dem Hintergrund der Verflechtungen von Stadt und Land, diese Strukturen neu erfasst und bewertet. Die voneinander abhängigen Maßstabsebenen Region – Teilregion – Ort werden in dieser neuen Betrachtungsweise integriert. Der Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf der Erfassung, Bewertung, Entwicklung und Gestaltung von Räumen und räumlichen Transformationsprozessen. Die Transdisziplinäre Forschung erfordert die Arbeit mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen (z.B. Regional-, Umwelt-, Orts- und Freiraumplanung, Architektur und Städtebau, Rechtswissenschaften, Ingenieurwissenschaft, Sozial- und Geisteswissenschaften) und Akteuren aus der Praxis (Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) in Beispielsräumen. Real- und Zukunftslabore werden dabei als Lernorte der Transformation genutzt, in denen die Ergebnisse und Konzepte erprobt werden. Weiteres Ziel ist es dementsprechend, die grundlegenden raumwirksamen Zusammenhänge vollständig zu erfassen, handlungsorientiert zu systematisieren und im „Realexperiment“ zu testen. Damit verbunden ist die Arbeit an einem gewandelten wissenschaftlichen Verständnis von Planungskulturen und sich verändernden Rahmenwerken (Planungsrecht, sektorale Rechtsgebiete). Zudem wird ein Fokus gelegt auf die Auswirkungen gesellschaftlicher Differenzierung und Veränderung, neuer individueller Präferenzen. Insbesondere die Auswirkungen der Digitalisierung und ihren Beitrag zur räumlichen Transformation (z.B. auf Mobilität, Versorgung, Infrastrukturen) werden erforscht.

Forschungsschwerpunkte

Im Cluster werden sechs Forschungsschwerpunkte gebildet, um grundlagen- und/oder anwendungsorientiert bearbeitet zu werden.

  • 1. Gestaltende Forschung zur Ortsbildung (Quartiers- und Ortsentwicklung mit transdisziplinärer Ausrichtung; gestaltende Forschung in Architektur, Städtebau und Orts- und Freiraumplanung)
  • 2. Forschung zur ökonomischen, sozialen und kulturellen Produktion von städtischen und ländlichen Räumen.
  • 3. Strategien der Siedlungskonzentration (Planerisch-prozessual ausgerichtete Projekte für Stadt-Land-Kooperationen)
  • 4. Weiterentwicklung des bestehenden Planungs- und Steuerungsinstrumentariums hinsichtlich informeller Beteiligung
  • 5. Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen, die flexibler als bisher auf neue Siedlungsstrukturen zugeschnitten sind
  • 6. Neue Infrastrukturkonzepte für dichter besiedelte und in periphere Gebiete, die räumlichen Wandel im Kontext von Digitalisierung bzw. Virtualisierung addressieren (Zusammenschau von neuen technologischen Möglichkeiten und sozialem Wandel; Multifunktionalität und Substituierbarkeit von Infrastrukturen).

 Key Words

  • Stadt-Land Verflechtungsräume
  • Materialisierung und Virtualisierung: Trends in Recht und Planung
  • Raumentwicklung und Gestaltung: Orte bilden
  • Planungsprozesse für Siedlungskonzentration
  • Instrumente für Informelle Planung
  • Neue Infrastrukturkonzepte