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TRUST DoktorandInnen-Kolloquium 2015

TRUST DoktorandInnen-Kolloquium 2015

Wie bereits in den vergangenen Jahren so fand auch am 30. September 2015 wieder das Interdisziplinäre TRUST DoktorandInnen-Kolloquium statt. Junge Promovierende aus so unterschiedlichen Bereichen wie Umweltplanung, Wirtschaftswissenschaften, Landschaftsarchitektur oder Umweltschutz erörterten gemeinsam unter der fachkundigen Leitung von Prof. Dr. Ulli Vilsmaier (Leuphana Universität Lüneburg) theoretische und methodologische Grundlagen inter- und transdisziplinärer Forschung. Zentral war hierbei vor allem die Frage, wie sich Interdisziplinarität von Transdisziplinarität trennen lässt und welche Definitionsmöglichkeiten verschiedene Forschungsbereiche bieten. Nicht zuletzt war von Beginn an die übergeordnete Frage nach dem Nutzen von Trans- und Interdisziplinarität diskussionsbegleitend.

    Warum lohnt es sich, inter- oder transdisziplinär zu arbeiten? Eine Frage, die nicht nur aus der Perspektive von TRUST an Bedeutung gewinnt: Schließlich stehen die Begriffe seit den 1990er Jahren hoch im Kurs. Die Teilnehmer/innen des diesjährigen Kolloquiums näherten sich einer möglichen Antwort mittels spontaner Visualisierung von Ideen angeregt und begleitet durch den Input durch Frau Vilsmaier.

Diese hatte in ihrem ausführlichen Impulsvortrag die verschiedenen Arten, aber auch Kritik an dem Ansatz „Interdisziplinarität“ behandelt. Sie hob besonders hervor,  dass die eigene Forschung an Reflexivität gewinnt, da Interdisziplinarität eine völlig neue und notwendige Verortung in der Wissenslandschaft ermöglicht. 
Doch wie steht es mit der Transdisziplinarität? Hier rückten vor allem Praktiker und Akteure außerhalb der Wissenschaft in den Fokus. Frau Vilsmaier führte aus, dass das Modell des reinen Wissenstransfers  ausgedient habe und stattdessen eine transformative Forschung notwendig sei, welche die Wissensproduktion nicht von deren Anwendung trennt. Diese Botschaft nahmen sämtliche TeilnehmerInnen in die anschließende angeregte Diskussion mit. Abschließend verteilte Frau Vilsmaier vorbereitete Arbeitsmaterialien, die die Promovierenden bei einer besseren Definition des eigenen Forschungsstandpunkts im Vergleich zu anderen Standpunkten unterstützen können. 
    Alles in allem wurde aus dem diesjährigen TRUST DoktorandInnen-Kolloquium ein produktiver Nachmittag, an dem nicht nur verschiedene Disziplinen und Ansätze zusammengeführt werden konnten, sondern sich dank der Arbeit von Prof. Dr. Vilsmaier auch neue Perspektiven und Fragen für die TeilnehmerInnen ergaben